SPD fordert Initiativen für mehr Pflegepersonal: "Taten statt Warten!"
geschrieben von Julia Voss am 22.09.2017, 10:34 Uhr


Der Schleswig-Holsteinische Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) und  gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Rathausfraktion Neumünster, Andreas Hering, begrüßt die Forderung der SPD-Landtagsfraktion gegenüber der Landesregierung, sich auf Bundesebene für eine bundesweit einheitliche Personalbemessung in allen Pflegebereichen einzusetzen ausdrücklich.



Ein entsprechender Antrag der SPD-Landtagsfraktion wurde in der gestrigen (21.09.) Plenartagung des Schleswig-Holsteinischen Landtages beraten. 



In Schleswig-Holstein fehlen schon heute rund 4.000 Beschäftigte im Bereich der Pflege. Inzwischen müssen Krankenhäuser bereits Abteilungen vorübergehend schließen und zum Teil Operationen verschieben, weil nicht ausreichend Pflegepersonal zur Verfügung steht. 



Die unzureichende Finanzierung der Pflege und der  Mangel  an Pflegefachkräften darf nicht länger auf dem  Rücken des Pflegepersonals ausgetragen werden! Alle bisherigen Maßnahmen wurden entweder nicht umgesetzt oder die Mittel für das Pflegepersonal anders verwendet. Beruflich Pflegende arbeiten nicht selten bis zur völligen körperlichen und psychischen Erschöpfung. Diese krank machenden Arbeitsbedingungen gehören dringend abgeschafft, fordert die ASG Schleswig-Holstein. 



Der Landesrahmenvertrag für die Personalbemessung in der Altenpflege gehört auf den Prüfstand. Die Nachtdienstbesetzungen befinden sich immer noch auf dem Niveau von 1992! 



Für die Krankenhäuser sind die Investitionskostenzuschüsse des Landes weiter anzuheben. Die Kliniken dürfen nicht vor die Entscheidung entweder Investitionen in  Gebäude oder ausreichend Personal gestellt werden. „Die Mittel, die für Personalausgaben bereitgestellt werden, sind auch für das Personal auszugeben“, fordert Hering. Hering: „Wenn die flächendeckende pflegerische Patientenversorgung in Schleswig-Holstein zukünftig sichergestellt werden soll, muss die Personalbemessung in den Krankenhäusern und in der Altenpflege verbessert werden. Die ASG fordert deshalb Taten statt Warten!  



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